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am 4. Mai

Vor der Krise darf nicht nach der Krise sein!

Konstantin Baloglu - Für die Zukunft neue Wege gehen!

Nicht erst seit der Corona-Krise wissen wir, dass wir einen großen Bedarf an Pflegekräften haben. Jetzt danken wir den Mitarbeiter*innen im Sozial- und Gesundheitsbereich für die geleistete Arbeit! Es ist nicht lange her, da wurden mit der Begründung sparen zu müssen die Gehälter im Sozial- und Gesundheitsbereich gekürzt. Wir hatten ja billigere ausländische Arbeitskräfte! Nun stößt dieser kapitalistische Globalisierungsgedanke an seine Grenzen. Die neu abgeschlossenen Kollektivvertragsverhandlungen für Beschäftigte der Care-Berufe stellt keine Wertschätzung gegenüber den Arbeitnehmer*innen dar. Eine Lohnerhöhung erst ab 2021 und eine Arbeitszeitverkürzung von nur einer Stunde pro Woche ab 2022 zeigen, welch geringen Stellenwert der Sozialwirtschaftsbereich für die öffentliche Hand hat. Wieso ist es nicht möglich, in den Branchen umgehend die 35- sogar auch die 30-Stunden-Woche mit vollem Gehalt einzuführen?  Damit würden die Berufe einerseits aufgewertet und andererseits das Interesse an den Arbeitsstellen geweckt. Der Rückgang der Arbeitslosenzahlen wäre sowohl für den Staat als auch für die Wirtschaft ein Segen.