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am 1. Juni

Über das Stärken der Säulen der Sozialen Rechte – eine Altersperspektive​

Birgit Meinhard-Schiebel - Resolution von Liverpool

Von Generation zu Generation sind in Europa die Lebenserwartungen gestiegen. Das sind die guten Nachrichten. Das Problem liegt aber nicht an der alternden Bevölkerung sondern an der Art wie sie altern: Das ist nicht nur durch die Biologie verursacht sondern sind die Auslöser gesunder oder ungesunder Lebensstil, Reichtum oder Armut, und Mangel an Würde und Respekt für die Rechte von Seniorinnen und Senioren. Mit zunehmendem Alter sollten sie in die Lage versetzt werden ihr Alter auch in menschenwürdigen Lebensbedingungen zu genießen und voll am Gesellschaftsleben teilzuhaben.

Die Herausforderungen sind beträchtlich: in ganz Europa sinkt die Anzahl der arbeitsfähigen Bevölkerung wohingegen die der Menschen über 60 doppelt so schnell wie früher zunimmt. Außerdem ist die Arbeitslosigkeit in vielen Ländern Europas zu hoch. All dies geschieht zu Zeiten wo Sozialleistungen wegen der gegenwärtigen Austeritätspolitik der Regierungen nicht gewährleistet ist.

Sowohl (politische) Entscheidungsträger wie Zivilbevölkerung müssen neue Wege beschreiten zum lebenslangen Lernen, dem Übergang von Arbeit zu Ruhestand, der Finanzierung von Pensionen, und dem Ermöglichen länger in ihren Gemeinden zuhause zu leben.

Wir Grünen finden es für immer wichtiger die sozialen Dimensionen der EU zu stärken. Daher fordert die Europäische Grüne Partei:

Kapitel 1: Alternde Bevölkerung und Beschäftigung

  • ​älter werdende Arbeiter und Arbeiterinnen sollen eine spezifische Fokusgruppe in den Beschäftigungszielgruppen werden wie es schon bei der Lissabon-Strategie der Fall war, um ihnen – so sie das wünschen - Arbeiten bis zum Renteneintrittsalter zu ermöglichen
  • Erstellen von Richtlinien für Arbeitsvermittlung die die Bedürfnisse der älteren Menschen berücksichtigen
  • Bekämpfen von Stereotypen und Diskriminierung durch angemessene Implementierung der Gleichbehandlungsrichtline und Förderung der Mannigfaltigkeit der Arbeiterschaft
  • Implementierung der Horizontale Richtline auf Basis des Gleichbe-handlungsgrundsatzes sowie Mittel zur Verfügung zu stellen um die Bedeutung dieser Direktive zu vermitteln bes. in Bezug auf Altersdiskriminierung, und zur Unterstützung des Paradigmenwechsels zur Wertschätzung aller Altersgruppen
  • Schutz älterer Arbeitskräfte im Rahmen von Umstrukturierungs-maßnahmen durch Schulungen und Arbeitsvermittlung für zu entlassende Arbeitskräfte ungeachtet des Alters
  • Anpassen des Arbeitsplatzes an die Bedürfnisse von Arbeitern aller Altergruppen durch eine Stärkung der Sicherheits- und Gesundheitsschutzregulierungen, die Verstärkung der EU-OSHA Kampagne zur Arbeitsplatzsicherung und dem Erfahrungsaustausch zwischen Mitgliedsstaaten dieser Bestrebungen
  • Fokussierung auf Entwicklung und Förderung von Maßnahmen zu lebenslangem Lernen wie der EU Qualifikationsagenda, der Harmonisierung von Vorschriften und Zugriff zu Fähigkeits Validierung
  • eine Näherbringen von Arbeitsverhältnissen wie Anstellung und Selbständigkeit, beim Erwerb von sozialem Sicherheitsschutz, und ein mehr in Einklang bringen von Statuten
  • Öffentliche Arbeitsagenturen veranlassen beim Managen vom Übergang von Arbeit zu Ruhestand zu intervenieren, flexiblere Wege zu ermöglichen um reduzierte Arbeitszeiten mit Teilpensionierung zu verbinden ohne Verlust von Pensionsansprüchen
  • Aufbauen von Maßnahmen zur Solidarisierung zwischen den Generationen wobei die Jüngeren von der gesammelten Erfahrung und Wissen der Älteren profitieren und umgekehrt.

Kapitel 2: Alternde Bevölkerung und Einkommen

  • besonderes Augenmerk auf die Sicherstellung bzw. Wiederherstellen des Gleichgewichtes bei Pensionsreformen zu werfen, bestärken der Geschlechtergleichstellung durch Empfehlungen zur Schaffung von Steuerkrediten bei Pensionsprogrammen gleichzeitig mit der Schaffung von Langzeit-Betreungseinrichtungen sowie Maßnahmen zur Vereinbarung von Arbeit und Familie von Betreuer/innen
  • Schaffen eines Bindegliedes zwischen Pensionsalter und “gesundes Leben” Indikator. Dies schafft eine zusätzlichen Motivation für Migliedstaaten in präventive Fürsorge und Gesundheitsförderung zu investieren sowie in starke Gesindheits- und Sicherheitsvorschriften. Eine alternde Bevölkerung sollte nicht nur als produktiver Faktor für den Arbeitsmarkt gesehen werden sondern soll jegliche Gesundheitsvorsorge und Gesundheitsförderung erhalten.
  • Menschen mit Behinderung sollten eine Invaliditätspension (oder gleichwertiges) erhalten anstelle gezwungen zu sein am Arbeitsmarkt zu verbleiben und Arbeitslosengeld zu erhalten.
  • Einen europäischen Rahmenvertrag für bedarfsorientierte Mindest-sicherung zu erstellen basierend auf Referenzbudgets und medianen Äquivalenzeinkommen und welches die Herausforderung von Nichtinanspruchnahme von Mindesteinkommensleistungen berücksichtigt, basierend auf Empfehlungen für ein hinreichendes Mindesteinkommen im Alter.

Kapitel 3: Alternde Bevölkerung und Unterkunft

  • ​Verabschieden des Europäischen Barrierefreiheitsgesetzes und Gleichbehandlungsrichtlinie
  • Sicherstellen, dass betagte Personen in angepaßten und zugänglichen Wohnungen leben können die ihren Bedürfnissen entsprechen. Diese Anpassungen und Neubauten sollten für einen erschwinglichen Preis zur Verfügung stehen um sicherzustellen, dass ältere Menschen so lange wie möglich unabhängig sein können

European Green Council: Resolution beschlossen in Zusammenarbeit mit den Grünen SeniorInnen Europas ENGS im Jahr 2017.