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am 4. April

Gegen den Kahlschlag beim AMS

Linde Glockner - Grüne Fordern Allianz aller Bundesländer

Dem AMS (Arbeitsmarktservice) drohen Kürzungen bis zu 600 Millionen Euro mit weitreichenden Folgen für Menschen, die es schwer haben, Arbeit zu finden bzw. wieder zu finden – konkret:

Punkt 1: dramatische Kürzung für die Integration älterer Arbeitssuchender und Langzeitarbeits-loser am Arbeitsmarkt

Punkt 2: drastische Kürzung der Qualifizierungsmaßnahmen zur Verringerung des Fachkräftemangels

Punkt 3: mehr als Halbierung des Budgets für die Umsetzung des Integrationsjahrgesetzes und der Qualifizierungsmaßnahmen für Asylberechtigte

Damit wird der soziale Zusammenhalt gefährdet, Integration verhindert und auch der Wirtschaft massiv geschadet. Die Grünen werden in den nächsten Wochen Initiativen in allen Bundesländern und im Bundesrat starten, um eine Allianz der Bundesländer zu erreichen, die diesen Kahlschlag doch noch zu stoppen soll. Auch die Grünen SeniorInnen Steiermark unterstützen die Forderung nach einer Bundesländer-Allianz, weil besonders ältere Arbeitssuchende von den geplanten Kürzungen betroffen sein werden.

 Details und Folgen der geplanten Kürzungsmaßnahmen

•  zu Punkt 1: Derzeit sind über 112.300 Arbeitssuchende über 50 Jahre - und es werden mehr!  Das „Projekt 20.000“ (Arbeitsplätze) war für dieses Drittel aller Arbeitssuchenden eine  Chance auf Wiedereingliederung in die Arbeitswelt.  Doch - noch nicht einmal richtig gestartet, wurde  es von der neuen türkis-blauen Regierung mit einem Federstrich ausgelöscht. Statt der vorgesehenen 20.000, werden nur 4.000 Arbeitsplätze gefördert. Gleichzeitig soll der Zugang zum Arbeitslosengeld erschwert werden, indem der Berufsschutz fallen und die Zumutbarkeit ausgedehnt werden soll. 

 Folge der Kürzung: 

    Ältere Arbeitssuchende bleiben auf Arbeitslosenunterstützung angewiesen, dadurch sind sie armutsgefährdet, auch noch in der Pension!

 •  zu Punkt 2: Diese Maßnahmen sollen Arbeitslosigkeit verhindern, bevor sie entsteht. Gefördert werden Weiterbildungskosten von gering qualifizierten und älteren ArbeitnehmerInnen. Beschäftigungsfähigkeit, Arbeitsplatzsicherheit und die Einkommenssicherheit dieser Personengruppe wird verbessert.

Folge der Kürzung: 

    Weniger Mittel bedeutet höhere Arbeitslosigkeit und Armutsgefährdung bis ins Alter!

 •  zu Punkt 3: Die Förderung von Qualifizierungsmaßnahmen dient der raschen Eingliederung von Asylberechtigten in den Arbeitsmarkt. 

 Folge der Kürzung: 

    Weniger Mittel für Werte-, Orientierungs- und Sprachkurse bedeutet: weniger Kurse, weniger Möglichkeit Deutsch zu lernen und Arbeit zu finden, um sich selbst versorgen zu können!