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am 1. September

Engagement und Partizipation der Generation plus

Doris Eisenriegler, Birgit Meinhard-Schiebel - Über das neue grüne Alter

Die Generation der 68er ist heute im Durchschnitt 65+. Aus ihrem Kreis haben sich die engagiertesten GrünwählerInnen gebildet. Ihnen sind bis heute die dringenden Fragen von Ökologie, grüner Ökonomie, die Verteilungsfrage und die Absicherung der nachfolgenden Generationen die wichtigsten Anliegen. Immer öfter stellen sich ältere Menschen heute die Frage, wo ihnen die Grünen heute die Möglichkeit zur Beteiligung bieten können. Andere politische Parteien zeichnen immer noch das Bild des Alters als Zeit des satten Ruhestandes und des Hütens eigener Interessen. Die Grünen SeniorInnen dagegen bieten engagiertes Leben und politische Partizipation gemeinsam mit allen Generationen und legen den Fokus nicht auf Pflegebedürftigkeit und Krankheit als Schreckensbild.

Soziale Sicherheit statt Angstmacherei

Wer in seinem Lebenslauf in einer Epoche von rasanten Entwicklungen in Zeiten des wachsenden Wohlstandes älter geworden ist, lebt in einem manchmal trügerischen Gefühl der sozialen Sicherheit. Viele befürchten aber heute, dass ihre eigene soziale Absicherung zu schwinden scheint und werden von den politischen Strömungen der Angstmacherei darin bestärkt. Besonders trifft das jene Menschen und hier besonders die Frauen, deren Existenz im Alter durch geringe Pensionen bedroht ist. Zur sozialen Sicherheit gehört auch die Garantie, im Alter in keiner Weise diskriminiert zu werden.

Wohnen wie wir alle wollen

Um im Alter Wahlmöglichkeiten zum bisherigen Wohnen zu haben, sind neue Wohnformen eine selbstverständliche Forderung. Generationenwohnformen, Hausgemeinschaften, Wohngemeinschaften oder betreutes Wohnen, für jede Wohnform fordern wir Unterstützungsmöglichkeiten, um sie leistbar und realisierbar für alle zu machen.

Das neue grüne Alter

Die Zeit des Alters ist immer ein Spiegelbild der Gesellschaft. Wir Grünen werden älter, täglich, Jahr für Jahr. In den Jahrzehnten unseres Bestehens haben wir uns dennoch immer jung gefühlt - und sind es in unserem Geist stets geblieben. In unseren Ideen, unseren Anliegen, die Welt besser zu machen. In dem Bestreben, unseren Kindern und Kindeskindern eine gute, gerechte und grüne Welt zu erhalten. Grünes Alter steht zu dem eigenen biologischen Alter, zu weißen Haaren, zu den Falten, die uns das Leben gezeichnet hat. Grünes Alter steht dafür, Jugend zu fördern und Alter zu gestalten. Weil die Jahre uns gelehrt haben, dass wir uns für unsere Ideen einsetzen müssen, wenn wir sie verwirklichen wollen, ohne Wenn und Aber. Wer, wenn nicht wir, können zeigen, dass grünes Alter anders ist. 


[ Hinweis der Redaktion: Dieser Artikel von Doris Eisenriegler und Birgit Meinhard-Schiebel erschien in der Zeitung "Neue Wege" - Ausgabe 02/2017 - der Grünen Seniorinnen Steiermark​]