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am 29. Juni 2011

Dieter Schrage ist von uns gegangen!

Webredaktion Die Grünen - Generation plus - Wir haben unseren Freund, Wegbereiter und Mitkämpfer verloren. Wir trauern um ihn.

Lieber Dieter!

Sicher sitzt Du da oben irgendwo auf Wolke 7 und schaust verschmitzt auf uns herunter – so wie es zu Lebzeiten Deine Art gewesen ist. Als einer der Gründungsväter und Ehren-Vorsitzender der Grünen SeniorInnen warst Du für die kommende Generalversammlung angemeldet. Wir werden Dir einen Sessel reservieren und Du wirst im Geiste bei uns sein!
Auch wenn es Dir manchmal körperlich schlecht gegangen ist. Du hast nicht nachgelassen, warst voller Pläne und Aktivitäten bis zuletzt. Deine eiserne Disziplin, Deine Wärme, Menschenliebe und Dein großes Fachwissen haben wohl nicht nur mich beeindruckt. Du hast uns die Langsamkeit gelehrt und wir alle – alt und jung – haben Dich geliebt mitsamt dem kreativen Chaos, das Dich immer umgeben hat.Du bist heute gegangen und wir müssen es akzeptieren, so wie auch Du den Tod als Teil des Lebens betrachtet hast. Ich bin froh, Dich gekannt zu haben!

Doris Eisenriegler
Vorsitzende der Gplus Österreich

Danke Dieter! Wir haben einen Freund, Wegbegleiter und Mitstreiter verloren.Die Grünen SeniorInnen danken Dieter Schrage dafür und trauern um ihn.
Birgit Meinhard-Schiebel
Vorsitzende der Gplus IGS Wien

Die jetzt in unsichtbare Gefilde entschwundene Persönlichkeit von Dieter Schrage hat mein Leben bereits Ende der 70-er Jahre berührt, als ich im Palais Liechtenstein, dessen Kustos für Moderne Kunst er damals war, dank seiner Unterstützung gemeinsam mit BewohnerInnen eines Pensionisten – Wohnheimes eine Ausstellung gestalten durfte. Seine erfrischend direkte Kommunikation, gepaart mit Humor und wie mir schien, tiefer Liebe zum Sein, dürften ihn nie verlassen zu haben.
„Seine Bibliothek“, in die er immer wieder Einsichten gewährte, lebt in jedem / jeder Einzelnen fort, die ihm begegnet sind. Ich glaube, es ist ihm gelungen, niemanden kalt zu lassen. DANKE dir Dieter.
Maria Hoppe
Vorsitzende der Gplus Kärnten

Dieter war jung im Alter, ein lebendiger und kritischer Geist, der stets alles hinterfragt hat, aber immer in tiefer Soldarität zum Grünen Projekt. Er war vor allem angetrieben vom Wunsch, die Gesellschaft menschlicher und nachhaltiger zu machen und hat immer wertvolle und wichtige Beiträge zu Grünen Diskussionen geleistet. Die Grünen haben einen Mitstreiter der ersten Stunde verloren. Unsere Anteilnahme gilt seiner Familie und seinen Freundinnen und Freunden.
Eva Glawischnig
Bundessprecherin und Klubobfrau der Grünen

Dieter Schrage, geboren 1935 in Hagen (D), ist gestern an einem Herzstillstand verstorben. Wir verlieren einen wortgewaltigen, streitbaren, engagierten Kultur-Politiker.Der promovierte Philosoph und Kulturwissenschafter arbeitete unter anderem als Kurator im Museums des 20. Jahrhunderts. Er nahm Lehraufträge an den Universitäten Wien und Salzburg sowie an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien wahr. Dieter hat für die Grünen sehr viel geleistet, in seinem Bezirk, im Landesvorstand und zuletzt als Sprecher der Grünen SeniorInnen. Er hat mit Argusaugen und pointierter Kritik die neue Regierungsarbeit der Grünen verfolgt. Unsere Anteilnahme gilt seiner Familie und all seinen Freunden und Freundinnen. "Der Tod von Dieter Schrage ist ein großer Verlust für die Grünen und auch für mich persönlich", erklärte die Wiener Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou. "Schrage war Grüner im besten Sinne: prinzipientreu, engagiert und nie darum verlegen mit Verve und geschliffener Rede dem auch Ausdruck zu verleihen. Wenn Dieter Schrage redete, dann hörten alle zu. Für viele war er das gute Gewissen der Grünen. Seine Kritik war immer wohlüberlegt, wohlformuliert und Anlass nachzudenken. Unsere Anteilnahme gilt seiner Familie und all seinen Freunden und Freundinnen", sagte Vassilakou.

Noch vor drei Tagen habe Schrage bei einer gemeinsamen Sitzung mit fast jugendlicher Hartnäckigkeit und Verve mehr Unterstützung für kritische Gegenöffentlichkeiten eingefordert, erinnert sich Werner-Lobo an die letzte Begegnung mit dem Kulturaktivisten: "Er war ein Unbequemer im besten Sinne. Er war aber auch immer ein Brückenbauer in alle Milieus und politischen Lager. Er wird uns sehr fehlen."
David Ellensohn, Klubobmann der Grünen Wien

Dieter Schrage – ein Unbequemer im besten Sinne
Seit wann ich Dieter Schrage kenne weiß ich nicht mehr. Er war eigentlich immer schon da, immer da, wenn es irgendwo darum ging, Ungerechtigkeit zu bekämpfen, Solidarität zu zeigen und Machtstrukturen zu hinterfragen und zu durchbrechen – auch und vor allem im eigenen Milieu. Er war immer vor mir schon da, und jetzt ist er nicht mehr. Noch am Montag habe ich ihn in alter Frische auf der Landeskonferenz der Grünen Wien (ja, Dieter war Anarchist UND Parteifunktionär) erlebt. Noch vorgestern beteiligte er sich per Email an einer Diskussion über Bezirkskulturpolitik. Gestern ist der Kulturwissenschafter, Philosoph, Aktivist und bekennende Linke an Herzversagen gestorben. Dieter war für mich eine nicht versiegende Quelle des Wissens, der kritischen Intelligenz, aber vor allem der Lebensfreude und Inspiration. Er ist bis zum letzten Atemzug mit brennender Leidenschaft für eine neue politische Kultur eingetreten. Sein Leben, sein Wirken und jedes seiner immer mit Bedacht gewählten Worte waren von einer bedingungslosen Solidarität mit zivilgesellschaftlichen Bewegungen, mit Kulturschaffenden und sozial Benachteiligten, aber vor allem von einer allumfassenden Liebe zu den Menschen, zur Kunst und zur Politik getragen. Er war ein Unbequemer im besten Sinne. Er war aber auch immer ein Brückenbauer in alle Milieus und politischen Lager. Er wird mir sehr fehlen.

Klaus Werner-Lobo
Grüner Sprecher für Kultur und Menschenrechte

Wir trauern um Dieter Schrage: Bezirksrat Dr. Dieter Schrage ist am 29.6.2011 mit 76 Jahren an Herzversagen gestorben. Wir Penzinger Grünen verlieren mit ihm einen engagierten Kämpfer für Grüne Ideen und einen liebenswürdigen Kollegen. Dieter Schrage war seit 2001 Bezirksrat in Penzing, nachdem er vom 7. Bezirk in die Sargfabrik übersiedelt war.
Sein Engagement für die Erhaltung wertvoller Kulturdenkmäler im 14. Bezirk und sein Bestreben kulturelle Aktivitäten zu fördern waren eine wichtige Bereicherung der Arbeit der Penzinger Grünen. Wir danken ihm für seinen unermüdlichen Einsatz und die vielen Stunden die er trotz seiner vielfältigen Tätigkeiten mit seiner Bezirksgruppe verbracht hat.

Elisabeth Holzer
Klubobfrau der Penzinger Grünen

Dieter Schrage (28. Juni 1935 – 29. Juni 2011) – Nachruf der AUGE auf einen alternativen Gewerkschafter
Dieter Schrage ist tot. Wir trauern um ihn mit seinen Angehörigen, FreundInnen, WegbegleiterInnen. Als Arena-Besetzer und ewigen Revoluzzer, als Querdenker, als Anarchist, als Grünpolitiker, als Kunstvermittler, als Kulturarbeiter, als engagierten Senior, als manchmal sprunghaften und nicht immer ganz einfachen Menschen haben ihn viele von uns gekannt, geliebt, geschätzt, manchmal „gefürchtet“. Um Dieter Schrages Wesen als „homo politicus“ umfassend gerecht zu werden, wollen wir ihn insbesondere für sein gewerkschaftliches Engagement würdigen. Seit 1979 war Dieter Schrage Kurator des Museums für moderne Kunst. Von 1983 bis 1991 war Dieter Vorsitzender der Personalvertretung. Seine politische Heimat im ÖGB war die GE, die Gewerkschaftliche Einheit, die Vorläuferorganisation der späteren AUGE/UG. Als bekennender „Anarcho-Syndikalist“ war er als radikaler Gewerkschafter auf der Suche nach Alternativen zum „real existierenden“ ÖGB. „Am Ende kam der ÖGB heraus – oder Syndikalimus: Die Notwendigkeit radikaler Utopien“ lautete ein Beitrag Dieter Schrages anlässlich des II. Forums Jägermayrhof des ÖGB und der AK Oberösterreich vom 4. bis 6. September 1996. Heftig kritisierte er in diesem Referat, dass sich „… revolutionäre (d.h. antikapitalistische = systemüberschreitende bzw. systemsprengende) Zielsetzungen nicht mit einem Kampf um Mandate und Koalitionen sowie mit einer Parlamentsorientierung im Rahmen der bürgerlichen Demokratie vereinbaren lassen“, und diagnostizierte die enge Verquickung von Gewerkschaften mit Parteien und Staat als eine der Ursachen der Krise der Gewerkschaften. „Mehr Mut zu Utopie“ forderte Dieter gerade auch von den Gewerkschaften ein statt des verhängnisvollen „… Einbinden der Gewerkschaftsbewegung in die politischen Tagesgeschäfte, die in der letzten Konsequenz immer Geschäfte des Kapitalismus sind“. Geradezu erschüttert zeigte sich der Gewerkschafter Schrage von der Rolle der Gewerkschaften beim geradezu „feindlichen“ Umgang mit „Basisbewegungen“ und der entstehenden Alternativ- und Grünszene – Stichworte Arena-Besetzung, Hainburg. Dennoch: Dieter war und blieb der Gewerkschaftsbewegung und der alternativen Gewerkschaftslinken verbunden und kandidierte noch 2010 für die KIV/UG zu den Gewerkschaftswahlen in der inzwischen mit der GdG fusionierten Kulturgewerkschaft KMSfB. Dieter Schrage ist tot. Dieter, du wirst uns fehlen. Als Querdenker. Als kritischer Geist. Als Visionär. Wir werden Dich nicht vergessen.

Wir trauern um Dieter Schrage
Der Kulturwissenschaftler, Kunstpädagoge und anarchistische Politaktivist Dr. Dieter Schrage, der bis zuletzt unermüdlich in zahlreichen Projekten engagiert war, verstarb unerwartet am 29. Juni 2011 in Wien.
Er war Mitbegründer und zuletzt auch Ehrenvorsitzender der Pierre Ramus-Gesellschaft. Mit seinem Tod verlieren wir vor allem einen guten Freund, dessen Einsatz für eine solidarische Gesellschaft, dessen hohe fachliche Kompetenz, aber auch dessen Kontaktfreudigkeit, Herzenswärme und Freundlichkeit immer einen tiefen Eindruck hinterlassen haben. Wir können den Verlust noch nicht richtig erfassen!
Dr. Gerhard Senft
Für die Pierre Ramus-Gesellschaft

Dieter war schon ein besonderer Mensch - ich habe ihn schon seit vielen Jahren bei den Grünen erlebt und seine oft kritische Art mitgetragen und verstanden. Das letztemal hat er in diesem Frühjahr in Innsbruck über "sein Thema" Sargfabrik Wien, wie er sagt, zum -zigten male, erzählt, aber immer noch sehr spannend und informativ. Es tut mir sehr leid um ihm.Wer ihn gekannt hat, musste ihn schätzen und lieben, ein brillanter Geist mit einem weiten Spektrum. Für mich ist es wieder einmal so, dass man niemals weiß, wann man jemanden in diesem Leben das letzte Mal trifft. Aber Dieter werden wir in unserem Herzen und Gedanken weiter tragen. Ich bin traurig. Wunderbar finde ich, dass Dieter nie aufhörte, am Leben aktiv teilzunehmen, und ihm das Schicksal das auch bis zuletzt gegönnt hat.

oh nein!!! er war glaub ich bis vor kurzem noch an der theaterwissenschaft mit einem seminar. mein beileid!

Ich habe ihn erst kurz gekannt und doch schon schätzen gelernt - es tut mir sehr leid

... gestern um halb sieben habe ich noch ein mail von ihm bekommen ... Ich werde ihn als unentbehrlicher Mahner vermissen.

ich bin fassungslos, und trifft mich wirklich sehr. weiß jetzt gar nicht was tun mit dieser trauer. kannte ihn seit ARENA 76. auch viel von ihm gelernt und annehmen können! was ist das für ein jahr: peter kreisky ging, jetzt dieter. er wird mir sehr fehlen! bin sehr traurig.

ich hatte die ehre und freude in jahrzehnte zu kennen. den genialen kunstvermittler, homo politicus der ein bisschen schwer auf (egal welcher) parteilinie zu halten war und - auch schon jahrzehnte - den menschen der medizinisch unglaubliche dinge ausgehalten hat und dabei immer ein lächeln im gesicht hatte... leider aber war er nicht unsterblich..

ich trauere auch .. und bin gleichzeitig sehr dankbar, dass er eine persönlichkeit war, vor der ich den hut ziehe ... und der soviel an umtriebigkeit und beharrlichkeit und konsequenter politik in diese welt gebracht hat .... und der sichs keinesfalls bequem gemacht hat

Traurig. Ein treuer Mitkämpfer der Grünen, der die Interessen der Teilorganisationen (und uns den Grünen Andersrum) immer vertreten hat. Und seine unbequeme, leidenschaftliche Art voller Ideen wird vermisst werden

Ich sehe ihn noch in aller Tapferkeit im MQ bei den Führungen für SeniorInnen.

oh nein, das tut mir sehr, sehr leid. und: ich hatte mit ihm ein interview zum augartenspitz abgemacht und hab es nicht mehr geschafft... :-(((

das war ein toller mensch, es ist so schade um dieter.

Er war so motivierend, wollte verändern. Für den Augartenspitz setzte er sich ein... Bin geschockt und traurig.

Seine unbequeme Art werden wir alle vermissen und es trotzdem nicht bequemer haben!

Ich habe einen Text von ihm in meinem Katalog. Er gehörte zu den klügsten Menschen, die ich kenne. Es war eine Wonne ihm zuzuhören. Dass da nun kein Wort mehr kommen soll, will mir nicht in den Kopf.

ein herber verlust für viele studenten. menschlich sowieso. :(

Gestern hatten wir noch per Mail Kontakt und heute...er war ein umtriebiger, aktiver Mensch, der alles aus linker Sicht mit Herz und Engagement betrieb! Danke dass ich dich kennenlernen durfte! Mein Mitgefühl an alle Betroffenen!

Danke Dieter! Es war eine tolle Zeit für mich. Ich habe vieles gelernt und es sehr bewundert wie aktiv und weltoffen ein Mensch in deinem Alter immer noch sein kann!!

Seit der Arena-Besetzung 1975 an der er in vorderster Linie beteiligt war, waren Dieters Meinung und sein Verhalten für mich immer wichtig und oft Leitlinie. Seine Prinzipienfestigkeit, seine Liebe zu denen "da unten", sein historischen Wissen und die Fähigkeit es praktisch zu nutzen, sein Optimismus, seine Lebensfreude, seine Leidenschaft für Gerechtigkeit und die Art wie er mit seinen körperlichen Leiden umging waren mir immer eine starke Lebenshilfe. Auch in Zukunft werde ich oft fragen: was würde Dieter dazu sagen. Ciao Dieter. Beim Tarockieren und Weintrinken wirst du mir auch fehlen.