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am 15. Dezember 2017

"Bis die Kinder geschwiegen haben"

Gerlinde Koschak - Leserbrief

Liebes Leserbriefe-Team

ich bin schockiert über Ihren Artikel "Bis die Kinder geschwiegen haben". Es ist unfassbar, was da alles an Gewalt in unseren Sportschule, noch vor kurzem (womöglich bis jetzt?) vorgefallen ist. Und das ohne Konsequenzen von Seiten der Pädagogen, weil die Täter Aushängeschilder der Schule waren? Die Reaktionen des ÖSV und des Leiters der Schladminger Schihauptschule sind für mich mehr als unverständlich, nämlich, sich von den Vorfällen zu distanzieren, nichts gewußt zu haben, keine Mitverantwortung übernehmen zu wollen. Der  Fisch fängt bekanntlich vom Kopf her zu stinken an. Vielmehr wäre eine Entschuldigung bei den Opfern mehr als überfällig, aber dazu müßte wohl das Wort "Unrechtsbewußtsein" besser bekannt sein. Herr Schröcksnadel hat in einem TV-Interview, das er nach den Vorwürfen von Frau Werdenig in der ZIB2 gegeben hat, gemeint, dass Übergriffe "möglicherweise" schon bei Jüngeren in den Sportschulen erfolgt seien, diese aber nicht in seinen Verantwortungsbereich fielen. Ein Schelm, wer denkt, dass da schon mal vorgebaut wurde. Ich wünsche mir von der neuen Regierung, einen Sportminister zu ernennen, der diese mächtige, uneinsichtige Altherrenriege durch moderne, gut ausgebildete und vorbildliche Menschen ersetzt, die nicht nur den Erfolg im Auge haben.

Mit freundlichen Grüßen
Gerlinde Koschak


Anmerkung: Dieser Leserbrief wurde am 9.12.2017 in der Presse und in der Kleinen Zeitung gedruckt​.