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Salongespräche

Karin Seewald

Salongespräche #10: Alternative Formen der Bestattung

A​uch wenn niemand gerne schon zu Lebzeiten an Sterben, Tod, Trauer und Beerdigung denkt, ist es doch sinnvoll verschiedene Möglichkeiten der Bestattung kennenzulernen. Die Bestattungskultur hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Veränderte religiöse und kulturelle Einstellungen führen zu immer neuen Bestattungsformen: Es gibt neben dem traditionellen Erdgrab Begräbniswälder, Kolumbarien, See-, Luft- oder Eventbestattungen.


Zu Gast im Salon ist: Dipl. Bw. Karin Seewald, Geschäftsführerin von paxnatura​

Ganze Sendung nachhören: https://cba.fro.at/386112​​


Salongespräche #9: Über Tote, die leben

Immer häufiger müssen Gemeinden Menschen von Amtswegen bestatten. Es ist von Angehörigen einfach niemand da oder sie sind nicht bereit, sich um die Beerdigung zu kümmern. Viele Menschen sterben zuerst den sozialen Tod, in dem sie alleine und ohne soziale Kontakte in ihren Wohnungen oder Institutionen verbleiben. Aber nicht nur ältere Menschen, auch körperlich oder psychisch Kranke, Flüchtlinge oder Randgruppen sind vom sozialen Tod, dem Rückzug ins Private betroffen.

Die Soziologin Mag.a Edith Schmied spricht in der heutigen planetarium Ausgabe über das vielschichtige und interdisziplinäre Thema des Sozialen Todes.

Zur Person: Mag.a Edith Schmied, M.A. war langjährige Gemeinderätin in Linz und bringt auch ihre politische Erfahrung mit in ihre Ausführungen ein.

Auf Einladung der Grünen – Generation plus OÖ hat sie im Rahmen der neunten Salongespräche  am 19. September 2018 im Kepler Salon Linz referiert. Hören sie in der folgenden Stunde einen Vortrag über ein gesellschaftlich tabuisiertes, aber sehr spannendes, Thema.

Ganze Sendung nachhören: https://cba.fro.at/384364

SALONGEPSRÄCHE #8: Das Kopftuch – Auf den Spuren eines Symbols


Kopftücher regen auf. Ein einfaches Stück Stoff wird immer wieder zum Gegenstand heftiger Kontroversen. Gerne wird es im Westen als Unterdrückungssymbol der Frauen im Nahen Osten dargestellt und politisch instrumentalisiert – so ist das Kopftuch im Österreicherin Nationalratswahlkampf 2017 gemeinsam mit Migration mitunter sogar ein zentrales Wahlkampfthema gewesen.Dabei hat das Kopftuch in der europäisch-christlichen Geschichte, wie auch außerhalb von Europa eine lange Tradition. Bis ins 20. Jahrhundert war das Kopftuch ein wesentlicher Bestandteil der Frauenkleidung – die sinnstiftende Bedeutung in unseren Breiten ist jedoch verloren gegangen.

Die Grünen – Generation plus OÖ haben sich im Rahmen der 8. Salongespräche am 20. Juni 2018 auf die Spuren dieses heiß diskutierten Symbols gemacht und dazu eine äußerst renommierte und vielseitige Gelehrte in den Kepler Salon Linz eingeladen: Prof.inDr.in Christina von Braun.

Christina von Braun ist 1944 in Rom geboren – Kulturtheoretikerin, Autorin und Filmemacherin. Bei über 50 Dokumentarfilmen und Fernsehspielen zu kulturhistorischen Themen hat sie Regie geführt, zahlreiche Bücher und Aufsätze verfasst. Von 1994 bis 2012 hatte sie einen Lehrstuhl für Kulturtheorie mit dem Schwerpunkt „Geschlecht und Geschichte“ an der Humboldt-Universität zu Berlin inne. Von 2012 bis 2013 war sie Sprecherin des neu gegründeten „Zentrums Jüdische Studien Berlin-Brandenburg“. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Bereiche Gender, Religionsgeschichte, Antisemitismus und die Geschichte der Schrift.

Mit dem Kopftuch hat sich Christina von Braun eingehend, in dem von dem gemeinsam mit Bettina Mathes veröffentlichen Buch, „Verschleierte Wirklichkeit. Die Frau, der Islam und der Westen“ auseinandergesetzt. In dem 2017 neu aufgelegten 487 Seiten umfassenden Buch ist die Kulturgeschichte der Verschleierung dargestellt. Mit Beispielen aus Kultur, Religion, Geschichte, Literatur und Ökonomie beleuchten die Autorinnen die Beziehung zwischen den kulturellen Vorstellungen von Weiblichkeit und Männlichkeit im Islam und in den Traditionen der anderen monotheistischen Weltreligionen.

Ganze Sendung nachhören: https://cba.fro.at/378738

Salongepsräche #7: Kuba – Eine Insel im Wandel

KUBA – das bedeutet für viele ein wunderbares Urlaubsziel wo Lebensfreude, karibischer Flair, nostalgischer Scharm und Havanna Zigarren garantiert sind.

Das wahre Kuba jedoch hat auch andere Seiten: Es gibt Mangelwirtschaft, soziale Ungleichheit, Armut, verfallene Häuser und wenig Freiheiten. In den letzten Jahrzehnten beginnt Kuba sich der Außenwelt zu öffnen – es muss einen Weg zwischen Sozialismus und Kapitalismus finden – und das ist nicht einfach. Was soll sich Kuba bewahren, welche Reformen sind sinnvoll? Kuba ist, so kann man es sagen, eine Insel im Wandel.

Über die aktuelle Situation in Kuba und über die bewegte Geschichte dieses Landes seit der Entdeckung durch Christoph Kolumbus sprechen in der heutigen Sendung Gerald Senzenberger und Stefan Krenn, die  beide im Rahmen der Salongespräche der Generation plus OÖ in Linz zum Thema „Kuba im Wandel“ im Mai dieses Jahres eingeladen waren. Die beiden Österreicher hat Kuba schon vor vielen Jahren in ihren Bann gezogen.

  • Gerald Senzenberger ist seit 15 Jahren in Kuba und Österreichs solidarisch aktiv. Er studierte in Kuba und verfasste seine Diplomarbeit über die kubanische Wasserkraft. Heute lebt und arbeitet er als Reiseleiter vor Ort.
  • Stefan Krenn lebt seit 25 Jahren in Kuba und ist Obmann des Vereins Buena Vista- Solidarität mit Kuba. Der Verein organisiert immer wieder Hilfscontainer um die Menschen vor Ort zu unterstützen.

Ganze Sendung nachhören: https://cba.fro.at/382635 

SALONGESPRÄCHE #6: GEWALT UND VERNACHLÄSSIGUNG IM LEBEN ÄLTERER MENSCHEN


Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden in westlichen Ländern zwischen einem und zehn Prozent aller älteren Menschen Opfer innerfamiliärer Gewalt.

Das Spektrum der Gewalt reicht von Vernachlässigung, seelischer Misshandlung über finanzielle Ausnutzung, Freiheitseinschränkung bis hin zu körperlicher Gewalt. Das es Gewalt an älteren Menschen dort gibt, wo sie sich Geborgenheit und Unterstützung erwarten, also in der Familie, engen sozialen Beziehungen oder aber auch in Alten- und Pflegeheimen, können bzw. wollen viele nicht wahrhaben. Das Thema „Gewalt an älteren Menschen“ ist ein Tabu über das nicht offen gesprochen wird. Die Dunkelziffer an Fällen ist hoch, denn ältere Menschen zeigen Gewalt in der Familie selten an.

Eine Zunahme von Vernachlässigung und Verwahrlosung älterer Menschen wird auch von Beschäftigten in sozialen Dienstleistungseinrichtungen Oberösterreichs wahrgenommen. Diese Beobachtung war Anlass an die Fachhochschule OÖ heranzutreten um dieses Phänomen wissenschaftlich zu untersuchen und mit den Ergebnissen das Thema für die Öffentlichkeit sichtbar zu machen.

Die Leiterin der Studie Dr.in Anita Buchegger-Traxler – sie ist Soziologin in Forschung und Lehre tätig- war am 25. April 2018 zu Gast im Kepler Salon um über die Hintergründe und Ergebnisse der Studie „Gewalt und Vernachlässigung im sozialen Nahraum älterer Menschen“ zu sprechen.

Ganze Sendung nachhören: https://cba.fro.at/376292


Salongespräche #4: Sinnvoll tätig sein – Ein Grundeinkommensprojekt in Heidenreichstein


44 Arbeitslose bekommen im niederösterreichischen Heidenreichstein für 18 Monate Geld vom Staat – eine Art „bedingungsloses Grundeinkommen“, welches Ihnen Zeit geben soll, ihre Leidenschaften und Fähigkeiten zu entdecken.


Wissenschaftlich begleitet Dr. Franz Schandl als teilnehmender Beobachter das Arbeitslosenprojekt. Franz Schandl ist Historiker und Publizist und wuchs selbst in Heidenreichstein auf.  Von 1985 bis 1995 war er Gemeinderat der Alternativen Liste Heidenreichstein. Heute lebt er in Wien. Auf Einladung der Grünen – Generation plus OÖ stellte Franz Schandl bei den vierten Salongesprächen am 28. Februar 2018 in Linz das Projekt vor.

Ganze Sendung nachhören: https://cba.fro.at/371851

Salongespräche#3:  Zeiten des Umbruchs


Die Wechseljahre – auch Klimakterium genannt – sind längst nicht mehr ein Ereignis, dass die letzte Lebensphase von Frauen einleitet, sondern sie sind, angesichts der steigenden Lebenserwartung, eher als Zäsur in der Mitte des Lebens zu betrachten. Im Zuge der Hormonumstellung kommt es in den Wechseljahren mitunter zu Beschwerden, die die Lebensqualität von Frauen einschränkt: Dazu zählen Symptome wie innere Unruhe, Nervosität, Herzrasen, Schlafstörungen, Hitzewallungen, Hautveränderungen und Gewichtszunahmen oder auch eine Änderung der psychischen Befindlichkeit – um nur einige der am häufigsten bekannten Beschwerden im Zusammenhang mit den Wechseljahren zu nennen.


Dem Thema der Frauengesundheit, der Gender Medizin und des Verlustes der Fruchtbarkeit der Frau und dem Potential der Lebensphase rund um den Wechsel, widmeten sich die Generation plus OÖ in ihren Salongesprächen mit dem Titel „Tanz der Hormone“ am 24.01.2018 im Kepler Salon Linz.
Als Referentin dazu eingeladen war die Leiterin des Frauengesundheitszentrums Linz, Frau Mag.ª Friederike Widholm. Sie ist Gesundheitssoziologin, Feministin und in Ihrem Herkunftsberuf Diplomkrankenschwester.

Ganze Sendung nachhören: https://cba.fro.at/359126

Salongespräch #2 : ALTWEIBERWOHNEN

Zum Salongespräch der Generation plus OÖ war am 8. November 2017 Frau Dr. in Ulrike Scherzer eingeladen, um aus ihrem -gemeinsam mit der Fotografin Juliana Socher – veröffentlichen Buch „Altweiberwohnen – Gespräche und Fotografien über das Wohnen im Alter“ zu lesen und über die Thematik zu berichten.

„Altweiberwohnen“ erzählt von dem Schuss Sommer im Winter des Lebens. Neunzehn allein und selbstständig lebende Frauen – fast alle weit über 80 – geben Einblicke in ihren Alltag und ihre Wohngeschichte – so die Kurzbeschreibung des Buches.

Für die Architektursoziologin Ulrike Scherzer war dieses Buch die Möglichkeiten abseits vom wissenschaftlichen Diskurs, den außergewöhnlichen Wohngeschichten, die ihr im Zuge der Arbeit immer wieder unterkamen, Raum zu geben. Die vergnüglichen Portraits in Wort und Bild zeigen 19 Damen, die es im hohen Alter schaffen ihr Leben zu meistern und mit so manchen Klischees zu brechen!


Salongegespräch #2: Altweiberwohnen - Über das Wohnen im Alter

Salongespräch #1: Das gute Gefühl der 70er Jahre? 

​Die 70er Jahre waren das bunte Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts. Nicht nur modisch und musikalisch – vor allem politisch war vieles im Wandel und Umbruch: Politische Affären, Terror-Bedrohungen und die Erdölkrise hielten die Welt in Atem. Österreich galt  – aus internationaler Perspektive-  unter Bruno Kreisky da als eine „Insel der Seligen“.

Das gute Gefühl der 70er Jahre? Zu dieser Veranstaltung fanden sich am 11. Oktober 2017 zu den ersten Salongesprächen der Generation plus OÖ Dr. in Trautl Brandstaller – Schriftstellerin, Journalistin und Fernsehredakteurin (vielen ist sie sicher als Moderatorin des Club 2 in Erinnerung) und Peter Klambauer – Gründungsmitglied der österreichischen Band EELA CRAIG als Gäste ein.

Wie empfanden und erlebten sie die 70er Jahre? Wie reflektieren sie Möglichkeiten des politischen Widerstands im Vergleich zu heute? Hören sie in den kommenden 30 Minuten Auszügen aus dem Salongespräch – durch den Abend führte Doris Eisenriegler, Obfrau der Grünen – Generation plus OÖ.

Salongespräch #1: Das gute Gefühl der 70er Jahre?