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Dienstag, 9. Februar 2010

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Unworte 2010: PensionsbetrügerInnen

30.11.2009 11:03

 

Unworte 2010: PensionsbetrügerInnen

Jedem Jahr seine "Unworte". Eines davon kursiert gerade - PensionsbetrügerInnen.

 

Obwohl heftig seitens der Medien Altersdiskriminierung bestritten wird ("ist doch nicht so gemeint"), geht es fröhlich weiter mit immer neuen Kreationen.

"PensionsbetrügerInnen" reiht sich nahtlos in diverse Schmarotzerbezeichnungen ein.

Gemeint sind jene kecken Alten, die es wagen, innerhalb der EU angeblich nur der Beihilfen wegen ihren Wohnsitz von einem Land ins andere zu verlegen. Ihnen soll jetzt das Handwerk gelegt werden. Weil sie sonst - dank erschlichener Ausgleichszulagen oder Beihilfen noch dazu mit dem Geld in den sonnigen Süden verschwinden und dort, weil es "billiger" ist, überwintern.

Hundstorfer hat "unberechigtem Pensionsbezug" den Kampf angesagt. Im Ministerrat am 17.11.09 wurde ein Sozialrechtsänderungsgesetz beschlossen, das Mißbrauch bei der Ausgleichszahlung den Riegel vorschieben soll.
Standard vom 17.11.2009 - Mindestpensionen: Hundstorfer will Pensionsbetrüger bekämpfen >>>

Vermutlich werden nun "PensionsbetrügerInnen-Spitzel" auf die Suche nach den geschätzten 500 Personen - angeblich vorwiegend aus Deutschland - gehen.

Die FPÖ jubelt in der "Krone" am 29.11.09, endlich auch unter den Alten Sündenböcke gefunden zu haben, denen mit "mir san mir" zu Leibe gerückt werden soll und darf.

Dass es EU-Recht gibt, das allen EU-BürgerInnen - also umgekehrt auch ÖsterreicherInnen, die im EU-Ausland leben - gilt, wollen offenbar weder Hundstorfer noch Kickl mit in ihre Presseaussendung nehmen. Und dort korrekt und vollinhaltlich zitieren.

Auf zum fröhlichen "Halalai" gegen dunkle Elemente unter den PensionistInnen, die unser kleines reiches Österreich bedrohen. Oder besser noch im FPÖ-Jargon "Bleibts daham!"

Übrigens: Ausgleichszulage erhält nur die/der, dessen Pension nachweislich nicht zur Existenzsicherung ausreicht.



 

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